Tuesday, September 12

Aktion Sauberes Internet

Eine beliebte Forderung konservativer deutscher Politiker: Man möge doch das Internet, insbesondere aber den Nutzer durch Gesetze vor schadhaften Einfluss schützen. Und wie solch ein Schutz praktisch aussehen kann, lässt sich gut an der Teheraner Uni beobachten. Will ich zum Beispiel auf SPIEGEL Online lesen, was es mit der Hebung eines im 2. Weltkrieg gesunkenen deutschen Kriegsschiffes auf sich hat, geht das nicht. Na klar, bestimmt ein Hakenkreuz zu sehen. Nächter Versuch: Ein Artikel in obigem Medium über das Vergewaltigungsopfer Stephanie R. aus Dresden und die Fehler der Ermittlungsbehörden. Geht nicht. Das Angebot der BBC auf farsi. Geht auch nicht. Und dieser weblog? Zu unbedeutend und auch noch in deutsch. Um’s ein bisschen schwieriger zu machen werden mir wenigstens die Bilder nicht angezeigt. Ich kann hier zwar Bilder hochladen, ob die allerdings richtig platziert sind, muss ich an einem anderen Rechner nachprüfen.